Die Stadt Wien muss das gewaltige Finanzloch vorerst selbst stopfen. Im aktuellen Doppelbudget 2027/28 sind keine zusätzlichen Bundesmittel für die Kostensteigerungen vorgesehen. Damit bleibt die ursprünglich vereinbarte Finanzierung vorerst unverändert.
U-Bahn kommt später
Das Milliardenprojekt umfasst die U2-Verlängerung bis zum Matzleinsdorfer Platz sowie die neue U5-Strecke vom Rathaus zum Frankhplatz. Wegen technischer Probleme, Inflation und steigender Baukosten verzögert sich die Fertigstellung. Statt wie ursprünglich geplant sollen die neuen Strecken nun erst 2030 in Betrieb gehen, schreibt der Kurier.
Millionen-Streit zwischen Wien und Bund
Bereits seit Monaten wird über die Mehrkosten diskutiert. In einer Vereinbarung zwischen Bund und Stadt war festgelegt worden, dass bei außergewöhnlich hohen Baupreissteigerungen neu verhandelt werden kann. Genau dieser Fall ist eingetreten. Während die Stadt auf zusätzliche Zuschüsse drängt, verweist der Bund auf die angespannte Budgetlage. Für die kommenden Jahre sind weiterhin jeweils 78 Millionen Euro Bundesmittel vorgesehen – nicht mehr.
Hoffnung auf spätere Einigung
Ganz vom Tisch sind weitere Zuschüsse allerdings nicht. Aus dem Verkehrsministerium heißt es, man sei grundsätzlich offen für Gespräche über eine Anpassung der Finanzierung. Die Verhandlungen laufen weiter.
U-Bahn-Zoff geht weiter
Für Wien bedeutet das vorerst: Die Kostenexplosion bleibt ein Problem. Ob der Bund am Ende doch noch tiefer in die Tasche greift, dürfte sich wohl erst in den kommenden Jahren entscheiden. Bis dahin bleibt der Streit um die 300 Millionen Euro eine Baustelle – genauso wie die neue U-Bahn selbst.

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