Besonders Pensionisten werden die Budgetpläne spüren. Die Pensionen sollen künftig nicht mehr vollständig an die Inflation angepasst werden. Stattdessen liegen die Erhöhungen um rund 0,25 Prozentpunkte darunter. Hierbei betonte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ), dass man dennoch die Kaufkraft der älteren Bevölkerung absichere, „obwohl wir in massivem Umfang sparen”. Fazit: für die Regierung scheinbar ein „moderater Beitrag“, für viele Betroffene ein spürbarer Kaufkraftverlust. Auch bei den Arbeitslosenversicherungsbeiträgen wird geschraubt. Wer bisher von günstigeren Beitragssätzen profitiert hat, muss sich langfristig auf höhere Belastungen einstellen.
Familienbonus vor Umbau
Nicht nur Pensionisten, auch Familien könnten künftig weniger im Börsel haben. Die Regierung plant Änderungen beim Familienbonus. Details sind zwar noch offen, angedeutet wurden jedoch Anpassungen je nach Alter der Kinder und Erwerbstätigkeit der Eltern.
Banken zahlen mehr - Unternehmen teilweise auch
Um Geld in die Staatskasse zu spülen, wird die erhöhte Bankenabgabe verlängert. Zusätzlich soll für Unternehmen mit Gewinnen von über einer Million Euro die Körperschaftsteuer von 23 auf 24 Prozent steigen. Gleichzeitig verspricht die Regierung aber auch Entlastungen für Betriebe: Ab 2028 sollen die Lohnnebenkosten um rund zwei Milliarden Euro sinken. Kritiker merken allerdings an, dass sich die Wirtschaft einen Teil dieser Entlastung über höhere Steuern selbst finanzieren muss.
Milliarden gegen Defizit
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) spricht von „keinem Krisenbudget, aber einem Budget in der Krise“. Hintergrund sind das hohe Staatsdefizit und die schwache Wirtschaftslage. Ziel der Regierung ist es, Österreich bis 2028 wieder unter die wichtige Defizitgrenze von drei Prozent zu bringen. Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) verteidigt den Sparkurs: Jeder Euro, der nicht für Zinsen ausgegeben werde, könne in die Zukunft investiert werden. Insgesamt fließen 600 Millionen Euro zusätzlich in Pflege, Arbeitsmarkt und Bildung, darunter auch in das verpflichtende zweite Kindergartenjahr.
Teure Zeiten drohen
Während die Regierung von einem notwendigen Sanierungskurs spricht, fürchten Kritiker neue Belastungen für Haushalte. Denn weniger Pensionsanpassung, mögliche Änderungen beim Familienbonus und höhere Abgaben an anderer Stelle könnten für viele Österreicher bedeuten: Der Sparhammer trifft nicht nur den Staat, sondern auch die Bürger. Am morgigen Mittwoch gibt’s weitere Details – bei der Budgetrede Marterbauers.

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