Die Umfrage trifft mitten in eine ohnehin aufgeheizte Debatte. Zuletzt sorgten Berichte über massive Probleme an Wiener Schulen, Parallelgesellschaften und neue Verschärfungen in Niederösterreich für Schlagzeilen.

Integrationskodex in NÖ als Mittel

Besonders für Aufsehen sorgte der neue Integrationskodex in Niederösterreich. FPÖ-Landesrat Martin Antauer stellte klar: „Wer in Niederösterreich leben will, muss ein Teil Niederösterreichs werden.“ Integration sei keine freiwillige Option mehr, sondern eine Verpflichtung. Wer Sprache, Arbeit und die österreichischen Werte ablehne, müsse mit Konsequenzen rechnen – bis hin zum Verlust von Sozialleistungen oder einer Bleibeperspektive.

Dramatische Zustände in Brennpunktschule

Gleichzeitig schlagen Experten Alarm. Der Innenpolitikjournalist Clemens Neuhold berichtete nach einer Woche an einer Wiener Brennpunktschule von dramatischen Zuständen. Der

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berichtete über die viel beachtete Reportage. Sein viel diskutierter Satz: „Eine Wiener Mittelschule kannst du während des Ramadans zusperren.“ Der Grund: Viele Schüler würden fasten, seien müde, erschöpft und könnten dem Unterricht kaum folgen. Dazu kämen massive Sprachprobleme. Laut Neuhold starten in Wien mittlerweile rund 40 Prozent der Erstklässler mit so geringen Deutschkenntnissen, dass sie dem Unterricht nicht regulär folgen können. Besonders brisant: Zwei Drittel dieser Kinder seien sogar in Österreich geboren.

Abschottung als gefährliche Folge

Auch die Bildungsexperten warnen vor einer zunehmenden Abschottung einzelner Milieus. Immer öfter ist von Parallelgesellschaften, kulturellen Trennwänden und fehlendem Kontakt zur Mehrheitsgesellschaft die Rede. Laut Neuhold sei Integration längst nicht mehr nur eine Sprachfrage, sondern auch eine Frage gemeinsamer Werte und Regeln. Die Umfrage zeigt nun, wie kritisch viele Bürger die Situation einschätzen. Das Ergebnis fällt so eindeutig aus wie selten zuvor: Fast alle Teilnehmer sehen die Integration in Österreich als gescheitert an.