Ab dem 8. Mai gilt im und rund um den Westbahnhof ein umfassendes Verbot für Alkoholkonsum. Ziel ist es, insbesondere Konfliktsituationen einzudämmen und das Sicherheitsgefühl für Passanten zu stärken.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig betonte, dass die Stadt zwar weiterhin als eine der sichersten Metropolen gilt, man jedoch gezielt dort eingreifen wolle, wo sich Unsicherheit häufe oder problematische Situationen auftreten.

Der Westbahnhof zählt laut Stadtführung genau zu diesen Bereichen. „Es soll dort das Sicherheitsgefühl gestärkt werden und die Aufenthaltsqualität verbessert werden, indem dort Alkoholiker, die dort zum Teil auch aggressives Verhalten an den Tag legen, stärker kontrolliert werden und ihnen der Aufenthalt verunmöglicht wird“, erklärte Ludwig.

Ausnahmen für Gastronomie – Fokus auf öffentlichen Raum

Von den neuen Regeln sind Gastronomiebetriebe ausdrücklich ausgenommen. Der Konsum bleibt also in Lokalen weiterhin erlaubt. Die Maßnahme richtet sich gezielt an den öffentlichen Raum und ergänzt bestehende Initiativen wie Sozialarbeit, infrastrukturelle Anpassungen und verstärkte Polizeipräsenz. Vergleichbare Alkoholverbotszonen existieren in Wien bereits an anderen bekannten Punkten wie dem Franz-Jonas-Platz und dem Praterstern.

Neue Schutzzone rund um den Fritz-Imhoff-Park

Parallel zum Alkoholverbot am Westbahnhof wird auch das Umfeld des Fritz-Imhoff-Park zur Schutzzone erklärt. Der Park liegt nahe der U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße und gilt ebenfalls als problematischer Bereich – insbesondere aufgrund von Drogenhandel und -konsum.

Mit der neuen Regelung erhält die Polizei erweiterte Befugnisse. Personen können leichter des Ortes verwiesen werden, wenn der Verdacht besteht, dass sie strafbare Handlungen begehen könnten. Ziel ist es auch hier, den öffentlichen Raum für illegale Aktivitäten deutlich unattraktiver zu machen.

Sicherheit für Kinder im Fokus

Ein zentrales Anliegen der Maßnahmen ist der Schutz von Minderjährigen. Besonders im Bereich des Parks sei es zuletzt zu problematischen Situationen gekommen.

„Es ist keineswegs erfreulich, sondern es ist geradezu gefährlich, wenn Kinder in einem Park spielen und dort Suchtmittelutensilien, wie Bestecke, aber auch Spritzen vorfinden“, erklärte Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl.

Als Reaktion wurde der Park bereits eingezäunt, wird abends geschlossen und intensiver gereinigt. Zudem wurden zusätzliche Entsorgungsmöglichkeiten – insbesondere für gefährliche Abfälle – eingerichtet.