Mexiko und EU hatten ihre Verhandlungen angesichts der aggressiven Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump beschleunigt.
Von dem Abkommen soll unter anderem die europäische Landwirtschaft profitieren. Mexiko importiert mehr EU-Agrarprodukte als es nach Europa exportiert, schützt seine eigene Produktion bisher aber mit hohen Zöllen. Nun sollen zahlreiche Aufschläge wegfallen. Für Produkte wie Käse, Butter, Geflügel- und Schweinefleisch gelten Obergrenzen für die zollfreie Einfuhr aus der EU.
Besserer Zugang zu Ausschreibungen in Mexiko
Europäische Firmen sollen einen besseren Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen bekommen. Für Maschinenbauer wird der Handel mit Mexiko einfacher, weil das Land seine Regeln für Bauteile aus Nicht-EU-Ländern lockert. Nach Angaben aus Brüssel sollen außerdem Pharmaunternehmen und Hersteller von Bauteilen für den Verkehrssektor profitieren.
Seit Inkrafttreten des ursprünglichen Abkommens von 2000 hat sich der Handel zwischen der EU und Mexiko nach Angaben aus Brüssel vervierfacht. Mexiko ist nach Brasilien der zweitgrößte Handelspartner der EU in Lateinamerika. Umgekehrt ist die EU der zweitwichtigste Exportmarkt für mexikanische Unternehmen, nach den USA.
Zu dem erweiterten Abkommen gehören weitere Verträge über die Rahmenbedingungen, die von jedem der 27 EU-Staaten ratifiziert werden müssen. Reine Handelsfragen sind jedoch EU-Sache, das Votum im Europaparlament reicht deshalb aus.

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