Der aktuelle APA/OGM-Vertrauensindex zeigt ein insgesamt stabiles Bild in Österreichs Innenpolitik – große Verschiebungen bleiben aus. An der Spitze baut Bundespräsident Alexander Van der Bellen seinen Vorsprung leicht aus. Dahinter reihen sich mehrere SPÖ-Vertreter ein, angeführt von Finanzminister Markus Marterbauer. Gleichzeitig zeigt sich ein klarer Bruch: Während einzelne Regierungsmitglieder solide abschneiden, rutscht vor allem die SPÖ-Spitze mit schwachen Vertrauenswerten deutlich ab.
Van der Bellen an Spitze
Doch auch für den Bundeskanzler gibt es keinen Grund, durchzuatmen. Im Vergleich zur letzten Erhebung büßt er vier Punkte ein und steht nun bei minus fünf. Das ist allerdings immer noch der beste Wert unter den ÖVP-Parteivorsitzenden. An Vertrauen zulegen konnten die beiden Parteichefinnen. Die Grünen-Bundessprecherin rangiert mit einem Plus von zwei Punkten und minus 21 dennoch im hinteren Feld. Dank eines Vertrauenszuwachses von vier Punkten kann sich die NEOS-Obfrau auf minus neun verbessern.
An der Spitze steht wie üblich Bundespräsident Van der Bellen mit einem Saldo von 23 (plus vier gegenüber Jänner) . Auf den weiteren Plätzen folgen die dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures (Saldo: plus 18), Finanzminister Markus Marterbauer (plus 6), Frauenministerin Eva Maria Holzleitner (plus 5) und Justizministerin Anna Sporer (alle SPÖ) mit einem Saldo von minus 2.

Absturz für Königsberger-Ludwig
Für Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig hat sich ihr Liebäugeln mit einer Kandidatur als niederösterreichische SPÖ-Chefin nicht ausgezahlt. Nicht nur, dass es mit dem Posten jetzt doch nichts wird: In der Umfrage, die just zur Zeit der Debatte durchgeführt wurde, büßte sie den Minus-Höchstwert von sieben ein, womit sich der Saldo deutlich auf minus neun verschlechterte. Allerdings haben nur 33 Prozent der Befragten eine Meinung zu ihr. Bei den anderen Staatssekretärinnen sind es sogar noch weniger. Einzige Ausnahme ist NEOS-Staatssekretär Josef Schellhorn, zu dem 73 Prozent der Befragten etwas sagen können (Saldo unverändert minus 35).
Für den Vertrauensindex Bundespolitik wurden vom 13. bis 15. April 1.015 repräsentativ ausgewählte wahlberechtigte Österreicher ab 16 Jahren befragt. Die maximale Schwankungsbreite beträgt 3,1 Prozent in beide Richtungen. Der Vertrauenssaldo errechnet sich als Differenz der Prozentwerte „vertraue” minus „vertraue nicht”.

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