5.687 Euro und 54 Cent – so viel kostet Staatssekretär Sepp Schellhorn den Steuerzahler für die Eröffnung des Österreichischen Kulturforums in Accra, Ghana. Geflogen wurde in Business und Economy Class, dazu standen laut Anfragebeantwortung auch „politische Konsultationen” auf dem Programm. Was das mit seiner eigentlichen Aufgabe als Deregulierungs-Staatssekretär zu tun hat, bleibt fraglich. Ans Licht gebracht hat das eine parlamentarische Anfrage der FPÖ – jener Partei, die Schellhorn inzwischen als „Achter-Sepp” bezeichnet. Die Heute berichtete.
Berlinale, Buchmesse, Brüssel – Schellhorn ist viel unterwegs
Die übrigen Flüge des Staatssekretärs führten ihn quer durch Europa. 2.161 Euro kosteten vier Tickets nach Berlin und Brüssel – für einen österreichischen Filmempfang anlässlich der Berlinale, Deregulierungsgespräche und die Teilnahme an einer Buchpräsentation. Weitere 2.497 Euro wurden für drei Brüssel-Tickets gebucht, diesmal für den Rat für Auswärtige Angelegenheiten. Dazu kamen 947 Euro für Leipzig und Berlin – Eröffnung des Österreich-Stands auf der Buchmesse und Auftakt der Berliner Festspiele. Auch eine Reise nach Kyjiw zu einem informellen Rat für Auswärtige Angelegenheiten war dabei – diesmal immerhin ohne Begleitung.
857 Euro für einen Mitarbeiter am Tech Summit
Selbst für einfache Dienstreisen von Mitarbeitern fallen beachtliche Summen an: 857 Euro kostete ein Economy-Ticket nach Berlin für die Teilnahme eines Mitarbeiters am Political Tech Summit. Für einen Staatssekretär, der von 113 angekündigten Deregulierungsmaßnahmen gerade mal 14 umgesetzt hat, und der zuletzt mit Buchplänen für Schlagzeilen sorgte, ist die Reisebilanz bemerkenswert – vor allem für die Steuerzahler.

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