553.000 Euro an Steuergeld kostete die Babler-Dokumentation „Wahlkampf“. Nun wollte die FPÖ wissen, ob Vizekanzler Andreas Babler selbst in das Projekt eingebunden war. Pikant: Zwar bestreitet Babler dies, zeigte sich jedoch beim steuerfinanzierten Premieren-Event.

Der Dokumentarfilm „Wahlkampf“ über SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler sorgt weiter für Diskussionen. Laut Anfragebeantwortung durch Bablers eigenes Ministerium wurden 97,5 Prozent der Herstellungskosten aus öffentlichen Mitteln finanziert. Beteiligt waren neben dem Österreichischen Filminstitut (ÖFI) auch der Filmfonds Wien sowie das Land Niederösterreich.

Besonders brisant: In der Anfrage wird der Verdacht einer parteipolitisch motivierten Förderung thematisiert. Das Ministerium weist das entschieden zurück und betont, die Entscheidung sei ausschließlich durch eine „weisungsfreie und unabhängige“ Kommission erfolgt.

Mehr als 500.000 Euro Steuergeld für „Diagonale“

Babler selbst erklärt in der Anfragebeantwortung ausdrücklich: „Ich war zu keinem Zeitpunkt in die Konzeption, Gestaltung oder Vermarktung des Films eingebunden.“ Allerdings wirft genau diese Darstellung Fragen auf. Denn Babler zeigte sich etwa öffentlich gemeinsam mit dem Regisseur des Films bei der Diagonale in Graz auf dem roten Teppich. Und zur Erinnerung: Auf exxpress-Nachfrage beim Kulturministerium von Andreas Babler teilte dieses mit, dass die „Diagonale“ jährlich 540.220 Euro aus Mitteln der Filmabteilung des Kulturministeriums (BMWKMS) erhält.

Im Netz ist die Kritik nach wie vor groß: „So viel Steuergelder für einen Film der gefühlt pro Vorstellung zwei Zuschauer hat. Ein einziger Witz“, hieß es etwa vor wenigen Tagen auf X (vormals Twitter).

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