Die Enthüllungen von exxpress über die Steuergeld-Förderung für den Babler-Film „Wahlkampf” schlagen in der österreichischen Medienlandschaft weiter hohe Wellen. Insgesamt flossen 553.000 Euro aus öffentlichen Mitteln in die Produktion. Doch wie reagiert der zuständige Medienminister selbst?
In der ersten Folge der zweiten Staffel seines Social-Media-Formats „Kein Blabla mit Babler” macht er sich über die Berichterstattung lustig – als wäre Spott ein Ersatz für Aufklärung. „Hast du gewusst, dass ich gerade nichts anderes tue, als meinen eigenen Propagandafilm zu fördern? Ich auch nicht”, sagt er mit gespielter Ahnungslosigkeit.
Statt Transparenz folgt ein sarkastischer Rundumschlag: Von immer höher werdenden Fördersummen bis zur absurden „Zeitmaschine” – untermalt mit der Titelmelodie von Zurück in die Zukunft –, mit der er angeblich alles selbst eingefädelt habe. „Alles nur für meinen eigenen Propagandafilm. Alles von langer Hand geplant”, spottet Babler – und hofft offenbar, dass ein müdes Schmunzeln ausreicht, um 553.000 Euro Steuergeld zu erklären.
Inhaltlich bleibt er dabei auffallend ausweichend: Die Förderentscheidungen seien vor seiner Ministerzeit gefallen, Einfluss habe er keinen gehabt. Doch ein Medienminister, der kritische Berichte nicht ernsthaft beantwortet, sondern lieber ins Lächerliche zieht, hinterlässt vor allem einen Eindruck: dass ihm diese Fragen offenbar sehr unangenehm sind.
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