Offiziell längst fertig – tatsächlich zog sich die Babler-Doku offenbar bis 2026. Zahlungsdaten widersprechen dem Zeitplan deutlich und werfen eine heikle Frage auf: Wurde bewusst weitergedreht, um den Vizekanzler mitzunehmen?

Die Dokumentation „Wahlkampf“ über SPÖ-Chef Andreas Babler wirft erneut Fragen auf –wegen ihres tatsächlichen Produktionszeitraums.
Laut den offiziellen Projektangaben sollten die Dreharbeiten des mit mehr als 550.000 Euro Steuergeld geförderten Projekts ursprünglich am 30. November 2024 abgeschlossen sein, die Fertigstellung war für den 30. Juni 2025 geplant. Die vorliegenden Zahlungsdaten zeichnen jedoch ein deutlich anderes Bild.

Ein Ausschnitt aus dem Film
Ein Ausschnitt aus dem Film

Denn die Auszahlungen der Förderstellen erfolgen nach klar definierten Produktionsschritten – und diese reichen deutlich weiter: So wurde die Rate für den Rohschnitt erst am 6. November 2025 überwiesen, eine weitere Zahlung im Rahmen der Endabrechnung folgte am 16. Dezember 2025. Bei der automatischen Standortförderung (ÖFI+) wurde sogar noch am 26. Februar 2026 eine Rate für den Rohschnitt ausbezahlt.

Da diese Schritte typischerweise in einer späten Phase der Produktion stattfinden, spricht vieles dafür, dass die Arbeiten am Film wesentlich länger dauerten als ursprünglich geplant – und wohl auch erst entsprechend spät abgeschlossen wurden.

Dauerten Dreharbeiten bewusst länger?

Damit stellt sich eine zentrale Frage: Hat das Filmteam vielleicht bewusst länger gedreht, um den frisch gebackenen Vizekanzler noch prominent ins Bild zu bekommen?

Fest steht jedenfalls: Premiere feierte die Dokumentation schließlich bei der „Diagonale“ in Graz März 2025 – und sorgt seitdem für viel Aufregung (exxpress berichtete ausführlich). Ab dem 24. April ist der Film im Kino zu sehen.

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