Das neue Heute-Politbarometer für Mai 2026 dürfte vor allem bei der SPÖ für schlechte Stimmung sorgen. Während FPÖ-Chef Herbert Kickl seine Spitzenposition verteidigt, gerät SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler immer stärker unter Druck. Laut der von Heute veröffentlichten Umfrage mit 500 Befragten kassiert Babler massive 49 Prozent Negativ-Nennungen – kein anderer Politiker im Land wird derzeit schlechter bewertet. Meinungsforscher Peter Hajek sieht als Hintergrund die Debatte rund um das angekündigte Doppelbudget 2027/28: „Diesem kritischen Sog kann sich auch die Opposition nicht entziehen.“

Kickl weiterhin auf Platz 1

An der Spitze des Rankings gibt es weiter keine Veränderung. FPÖ-Chef Herbert Kickl bleibt laut Heute-Politbarometer der Politiker mit den meisten Positiv-Nennungen. 26 Prozent der Befragten bewerteten ihn zuletzt positiv. Zwar liegt dieser Wert unter dem März-Ergebnis von 30 Prozent, dennoch bleibt Kickl klar vorne.

Direkt dahinter folgt Bundeskanzler und ÖVP-Obmann Christian Stocker mit 21 Prozent positiven Bewertungen. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger komplettiert das Spitzenfeld. Innerhalb der SPÖ bleibt Finanzminister Markus Marterbauer der stärkste Name. Er landet auf Platz vier und führt damit die rote Regierungsriege an.

Babler immer tiefer im Minus

Für Babler entwickelt sich die Lage hingegen zunehmend dramatisch. Der SPÖ-Chef erreicht in Umfragen nur noch 15 Prozent positive Nennungen. Gleichzeitig liegt seine Ablehnung bei 49 Prozent – der schlechteste Wert aller abgefragten Politiker. Im Vergleich zur letzten Erhebung im März verlor Babler zudem zwölf Saldo-Punkte.

Auch andere Regierungsmitglieder mussten deutliche Verluste hinnehmen. So büßten der Neos-Politiker Sepp Schellhorn sowie Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer jeweils elf Saldo-Punkte ein.

Tanner stabil – Königsberger-Ludwig abgestraft

Stabil präsentierten sich hingegen Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Beide verloren seit März lediglich einen Saldo-Punkt und zählen damit zu den konstantesten Politikern im Feld.

Deutlich schlechter läuft es dagegen für Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig. Nach ihrem gescheiterten Versuch rund um den SPÖ-Parteivorsitz in Niederösterreich fiel sie im Ranking deutlich zurück und liegt nur noch knapp vor Sepp Schellhorn und ÖVP-Politikerin Elisabeth Zehetner. Für Zehetner bleibt vor allem ihre geringe Bekanntheit ein Problem: 48 Prozent der Befragten kennen sie laut Umfrage nicht.