Auslöser der Eskalation war Klenks scharfer Kommentar über eine angebliche „Klagsindustrie“, bei der selbst simple „Likes“ auf Facebook teure Gerichtsverfahren auslösen können. Dabei nannte er auch die Bohrn Menas, die laut dem Journalisten immer häufiger juristisch gegen beleidigende Kommentare und „Likes“ vorgehen würden.

Emotionales Posting regt auf

„ES REICHT, FLORIAN KLENK!“, schrieb Sebastian Bohrn Mena kurz vor der Erscheinung eines kritischen Falter-Artikels auf Facebook und kündigte bereits medienrechtliche Schritte gegen Klenk an. Besonders emotional wurde es wegen einiger Zeilen seiner Frau Veronika in besagtem Posting: Sie liege „mit Wehen im Bett“ und stehe kurz vor der Geburt ihres Babys – während Klenk sie laut eigener Darstellung mit haltlosen Vorwürfen konfrontieren würde.

„Mit miesesten Anschuldigungen bombardiert“

„Ich habe Schmerzen und es geht mir furchtbar“, schrieb sie. Sie habe den Journalisten gebeten, mit einer Veröffentlichung bis nach der Geburt zuzuwarten. Doch stattdessen sei ihr Mann weiter „mit miesesten Anschuldigungen bombardiert“ worden. Auf exxpress-Anfrage erklärte Klenk bewusst knapp: „Dieser Vorwurf ist selbstverständlich falsch.“

Juristisches Duell mit wenig „Likes“

Zum Hintergrund: Wenige Tage zuvor tobte ein regelrechter TV-Krieg zwischen Klenk, der auch Jurist ist, und Bohrn Menas Anwalt Robert Kerschbaumer bei Puls4. Dort gerieten die beiden wegen der umstrittenen „Like“-Klagen heftig aneinander. Der exxpress berichtete. Kerschbaumer verteidigte die harte juristische Linie und erklärte: „Ein ,Like‘ ist juristisch eine Beipflichtung.“ „Likes“ seien das „Gaspedal für den Algorithmus“, das beleidigende Inhalte weiterverbreite. Klenk widersprach vehement und warnte vor einem Klima der Einschüchterung. Viele Menschen hätten Angst, überhaupt noch ihre Meinung zu äußern. Der Falter-Chef sprach von einem gefährlichen „Chilling Effect“.

Fragwürdige Wortwahl

Dann wurde die Debatte persönlich. Kerschbaumer wetterte gegen „Fäkalvokabular“ und sprach vom „untersten Pöbel-Bodensatz“. Als er Klenk mit Gerald Grosz verglich, platzte diesem endgültig der Kragen: „Jetzt wird’s fad, komm mir vor wie bei Fellner LIVE“, schoss er zurück. In der Sendung auf oe24.TV diskutiert Grosz mit Bohrn Mena des Öfteren. Die Moderatorin musste jedenfalls die eskalierende Diskussion zwischen Klenk und Kerschbaumer sogar mit dem Satz unterbrechen: „Lassen wir den Arsch jetzt mal bei Seite.“ Gut wars, denn danach fielen weniger deftigere Worte. Das letzte in dieser Causa wird aber definitiv noch nicht gesprochen sein.