Wer die Forderung nicht erfüllt, könnte künftig Probleme bei der Beantragung einer unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung bekommen Mit der Maßnahme will die Regierung nach eigenen Angaben die Belastung für die britischen Steuerzahler senken und die illegale Migration eindämmen. Innenministerin Shabana Mahmood betonte, Asyl sei zwar ein Recht, bringe aber auch Verpflichtungen mit sich. Sobald Menschen finanziell dazu in der Lage seien, sollten sie einen Teil der Kosten an den Staat zurückzahlen.

Maßnahme gilt nur für Erwachsene

Die geplante Regelung soll allerdings nur für Erwachsene gelten, die über ausreichende finanzielle Mittel verfügen. Kinder bleiben ebenso ausgenommen wie bereits anerkannte Flüchtlinge, denn die neue Regel soll nicht rückwirkend angewendet werden.

Kosten für Asylsystem gaben Ausschlag

Hintergrund sind die enormen Kosten für das britische Asylsystem. Allein im vergangenen Jahr gab der Staat nach Schätzungen des Innenministeriums rund vier Milliarden Pfund für Unterbringung und Unterstützung von Asylsuchenden aus. Mit der neuen Regelung hofft die Regierung, zumindest einen Teil dieser Ausgaben wieder hereinzuholen.

Wegweisende Entscheidung in Drucksituation

Politisch steht die Labour-Fraktion dabei unter enormem Druck. Die rechtsgerichtete Partei Reform UK von Nigel Farage fordert seit Monaten eine deutlich härtere Migrationspolitik und liegt in Umfragen inzwischen vor Labour und den Konservativen. Der Vorstoß kommt zudem in einer turbulenten Phase: Premierminister Keir Starmer hat bereits seinen Rücktritt angekündigt. Die geplante Asyl-Reform wird die ohnehin hitzige Debatte über Migration in Großbritannien nun weiter anheizen.