Die neuen Mehrwertsteuer-Regeln für Grundnahrungsmittel stoßen bei vielen Österreichern auf Unverständnis. Besonders die unterschiedlichen Steuersätze für scheinbar ähnliche Produkte sorgen in den sozialen Netzwerken für heftige Kritik. So bleibt etwa die fertig belegte Wurstsemmel trotz der Steuersenkung weiterhin mit zehn Prozent besteuert, während ihre einzelnen Bestandteile unter bestimmten Voraussetzungen günstiger werden.

Auf Facebook und X fragen sich zahlreiche Nutzer, warum eine Entlastung der Bevölkerung derart kompliziert ausgestaltet werden muss. „Warum macht man es nicht einfach für alle verständlich?“, schreibt ein User. Ein anderer kommentiert: „Man muss inzwischen Steuerberater sein, um beim Einkaufen noch durchzublicken.“

„Kunden und Händler müssen die Verwirrung ausbaden“

Mehrere Nutzer kritisieren zudem den zusätzlichen Aufwand für Betriebe. „Am Ende müssen Händler und Kunden die Verwirrung ausbaden“, heißt es in einem Beitrag. Händler sprechen dabei von einem zusätzlichen „Bürokratie-Irrsinn“ und werfen der Regierung vor, aus einer eigentlich gut gemeinten Entlastung ein unnötig kompliziertes Regelwerk gemacht zu haben.

Auch der Grundgedanke der Maßnahme wird hinterfragt. Viele Kommentatoren hätten sich eine einfache Lösung gewünscht. Stattdessen seien zahlreiche Ausnahmen geschaffen worden, die weder für Konsumenten noch für Unternehmer nachvollziehbar seien.

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