ÖVP, SPÖ und NEOS haben sich in ihrem Regierungsprogramm auf die Bundesstaatsanwaltschaft verständigt. Zur Umsetzung benötigt die Regierung eine Zweidrittelmehrheit und somit die Zustimmung von FPÖ oder Grünen. Letztere hatte sich in der Vergangenheit ablehnend gezeigt.

Als Justizministerin der Vorgängerregierung hat die grüne Abgeordnete Alma Zadić ebenfalls über das Vorhaben verhandelt. In der ORF-Sendung „Hohes Haus” am Sonntag forderte sie, dass die Bundesstaatsanwaltschaft von der Parteipolitik unabhängig sein müsse. Hierbei sei man sich mit der ÖVP nicht einig geworden. Die Bundesstaatsanwälte müssten aus der Justiz kommen und von einer unabhängigen Kommission statt von den Parteien ausgesucht werden. Ihre Zustimmung machte sie vom konkreten Entwurf abhängig.