In seinem Onlinedienst Truth Social schrieb Trump: „Das ist eine Verhöhnung unseres Gerichtssystems! Der Ballsaal ist für unsere nationale Sicherheit von großer Bedeutung und keinem Richter darf es gestattet sein, dieses historische und aus militärischer Sicht unverzichtbare Projekt zu stoppen.“ Den Richter bezeichnete er als „äußerst politisch” und „außer Kontrolle”.

Ballsaal-Debatte: Fokus auf Sicherheit – Gericht setzt Bau vorerst aus

Trump argumentiert, dass der neue Ballsaal unter anderem für Staatsdinners mit ausländischen Gästen benötigt werde. In seiner Reaktion auf die jüngste Richterentscheidung führte er an, dass durch den neuen Saal die Sicherheit des Präsidenten während solcher Veranstaltungen garantiert werden solle. Ohne diesen Ballsaal werde kein künftiger Präsident bei Veranstaltungen im Weißen Haus „sicher und geschützt” sein, schrieb er.

Im vergangenen Monat hatte Richter Leon den Stopp des Ballsaal-Baus angeordnet und entschieden, dass für die Bauarbeiten die Zustimmung des Kongresses nötig sei. „Unterirdische Bauarbeiten” dürfen dem Beschluss des Richters zufolge hingegen fortgesetzt werden, darunter „streng geheime Ausgrabungen, Bunker, Luftschutzräume, Schutzwände, militärische Anlagen sowie Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen”.

Arbeiten an Bunker können fortgesetzt werden

Der Richter erklärte, die Arbeiten an dem unterirdischen Bunker könnten fortgesetzt werden, sofern dadurch nicht „die Größe und der Umfang des Ballsaals im oberirdischen Bereich festgelegt werden”.

Im Oktober hatte der US-Präsident den gesamten Ostflügel des Weißen Hauses abreißen lassen, um Platz für den Ballsaal zu schaffen. Zuletzt gab Trump bekannt, dass das US-Militär unter dem Ballsaal einen „gewaltigen Komplex” errichtet. Unter dem abgerissenen Ostflügel befand sich seit dem Zweiten Weltkrieg ein Regierungsbunker.