In der Erklärung wird erstmals offiziell bestätigt, dass die russische Hackergruppe Turla hinter dem Cyberangriff auf das österreichische Außenministerium um den Jahreswechsel 2019/2020 stecke, bestätigte das Außenamt der APA einen Bericht der Presse. Interne Informationen mit Russland-Bezug seien abgesaugt worden.

Erst nach mehreren Wochen konnten die Behörden die Attacke für beendet erklären. Turla soll vom sogenannten 16. Zentrum des russischen Geheimdienstes FSB kontrolliert werden, erklärte das Außenministerium. Neben Österreich seien auch Deutschland, Finnland, Frankreich, Niederlande, Polen, Rumänien, die Slowakei und Zypern von den Cyberattacken betroffen.

Meinl-Reisinger: "Cyberangriffe sind inakzeptabel"

Man habe dem russischen Botschafter in Österreich klargemacht, dass Cyberangriffe auf Österreich “inakzeptabel” seien, betonte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS). “Cyberangriffe bedrohen unsere Sicherheit: Wenn Zahlungssysteme ausfallen, Bahnsysteme oder Krankenhäuser angegriffen werden, betrifft das jeden und jede Einzelne. Europa erlebt immer mehr solcher Attacken, und einer der Hauptakteure ist Russland”, so Meinl-Reisinger weiter. “Auch Österreich ist betroffen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, woher die Bedrohung kommt. Deshalb verstecken wir uns nicht hinter diplomatischen Floskeln, sondern benennen die Verantwortlichen und reagieren.”