„Es ist ein Sieg für die grundlegenden Freiheiten. Ich möchte dem ungarischen Volk wirklich sagen: Ihr habt es wieder geschafft. So wie 1956, als ihr mutig aufgestanden seid. So wie 1989, als ihr als Erste den Stacheldraht durchschnitten habt“, sagte von der Leyen bei einer Rede in den Räumlichkeiten der Europäischen Kommission in Brüssel.

Panzereinsatz und rund 3000 Tote

Ein Vergleich, der bei vielen Ungarn Befremden auslösen dürfte: Beim Ungarischen Volksaufstand im Jahr 1956 – also vor genau 70 Jahren – erhoben sich breite Teile der Bevölkerung gegen die kommunistische Regierung und den Einfluss der Sowjetunion. Ausgelöst durch Reformforderungen von Studierenden entwickelte sich der Protest rasch zu einer landesweiten Revolte mit dem Ziel politischer Freiheit und Unabhängigkeit. Die Bewegung wurde jedoch im November 1956 durch militärisches Eingreifen sowjetischer Truppen – unter massivem Einsatz von Panzern, insbesondere in den Straßen von Budapest – blutig niedergeschlagen. Rund 3000 Menschen starben, viele flohen ins Ausland.

1989 erfolgte die Öffnung der ungarisch-österreichischen Grenze, ein Schlüsselereignis des Falls des Eisernen Vorhangs, das zahlreichen DDR-Bürgern die Flucht in den Westen ermöglichte.

Von der Leyen twitterte das Video auf ihrem X-Account und kommentierte mit pathetischen Worten: „Heute ist Europa ungarisch. Wir sind stärker. Vereinter. An das Volk von Ungarn – ihr habt es wieder getan. Ihr habt gesprochen. Ihr habt Europa gewählt. Es ist ein Sieg für die grundlegenden Freiheiten.“

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