Der Ausschluss von Veit Dengler aus Partei und Parlamentsklub lässt die NEOS nicht zur Ruhe kommen. Im „Talk im Hangar-7“ lieferte der pinke EU-Abgeordnete Helmut Brandstätter nun tiefe Einblicke in den internen Konflikt – und fand deutliche Worte für den Mitbegründer.
Als in der Diskussion von einem möglichen „Vatermord“ innerhalb der Partei die Rede war, widersprach Brandstätter energisch. Dengler sei „halt nicht eine Vaterfigur gewesen“. Er habe die Partei zwar mitgegründet, sei danach aber lange weg gewesen und später in eine inzwischen deutlich größere Gruppe zurückgekehrt. Dort habe er sich seinen Platz erst wieder suchen müssen.
Brandstätter verteidigte auch den umstrittenen Rauswurf. Auslöser war eine interne Klubsitzung, die Dengler mit seinem Handy aufgezeichnet haben soll. Das Gerät sei dabei laut Brandstätter verdeckt gelegen. Er sprach von einem „ganz üblen Vertrauensmissbrauch“.
Verhältnis sei schwer belastet gewesen
Doch offenbar war das Verhältnis bereits zuvor schwer belastet. Brandstätter warf Dengler vor, sich häufig gegen die Klubmehrheit gestellt und immer wieder Informationen an Medien weitergegeben zu haben. Zudem sei er gekränkt gewesen, weil er weder Parteichef noch Außenminister geworden sei. Dengler habe Meinl-Reisinger vor ihrer Wiederwahl sogar eine Doppelspitze vorgeschlagen.
16 Parteimitglieder sollen ausgetreten sein
Brandstätter betonte zwar, keine „Schmutzwäsche waschen“ zu wollen, erhob anschließend jedoch eine ganze Reihe schwerer Vorwürfe gegen Dengler. Die öffentliche Abrechnung zeigt, wie tief die Gräben innerhalb der NEOS mittlerweile sind. Besonders brisant: Laut Brandstätter sollen seit Beginn der Causa Dengler bereits 16 Mitglieder aus der Partei ausgetreten sein.

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