Bundeskanzler Christian Stocker und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (beide ÖVP) kündigten am Freitag an: Die wichtige Rückvergütung für Agrardiesel kommt nicht erst in zwei Jahren, sondern bereits Ende 2026.

Bauern atmen auf

Für viele bäuerliche Familienbetriebe kommt diese Entscheidung gerade noch rechtzeitig. Seit Monaten kämpfen Landwirte mit massiv gestiegenen Betriebskosten. Vor allem Diesel und Dünger haben sich durch internationale Krisen verteuert – allein der Dieselpreis soll heuer bereits um rund 25 Prozent gestiegen sein. „Wir stehen an der Seite unserer Bäuerinnen und Bauern, die mit ihrer Arbeit tagtäglich die Versorgungssicherheit in unserem Land gewährleisten. Ihr Einsatz verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche politische Unterstützung“, betont Stocker.

Zuschuss garantiert

Jetzt reagiert die Regierung mit einer vorgezogenen Entlastung: Schon im Dezember 2026 soll das Geld gemeinsam mit der Hauptauszahlung der AMA fließen. Pro Liter könnten Bauern rund 16 Cent zurückbekommen. Auch Minister Totschnig macht Druck: Die Belastung sei jetzt da, also müsse auch die Hilfe sofort kommen. „Die hohe Kostenbelastung in der Landwirtschaft besteht jetzt, deshalb brauchen wir auch so schnell wie möglich eine Entlastung. Ich danke dem Bundeskanzler für seine tatkräftige Unterstützung in den erfolgreichen Verhandlungen“.

Krisen als Faktor für Kostenexplosion

Hintergrund der Kostenexplosion sind vor allem internationale Krisen. Besonders die Spannungen im Nahen Osten treiben derzeit Treibstoff- und Düngemittelpreise weiter nach oben – und setzen Österreichs Höfe massiv unter Druck. Für viele Bauern bedeutet die vorgezogene Auszahlung deshalb vor allem eines: dringend benötigte finanzielle Luft im Kampf ums wirtschaftliche Überleben.