Mit persönlichen und emotionalen Worten hat sich Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil am Sonntag an die Öffentlichkeit gewandt. Nur wenige Tage nach seiner Kehlkopfoperation richtet er den Blick bereits wieder nach vorne – gesundheitlich wie politisch.
Wie Doskozil schildert, sei er vergangene Woche nach Leipzig gereist, ohne zu ahnen, dass ihm schon einen Tag später der Kehlkopf entfernt werden müsse. Bereits länger habe er unter Atemproblemen gelitten. Erst die Untersuchungen vor Ort hätten aber gezeigt, wie rasch sich seine Erkrankung entwickelt habe.
Trotz des schweren Eingriffs beschreibt Doskozil die Operation auch als Erleichterung. „Ohne Kehlkopf zu sein bedeutet für mich, selbst in eigentlich normalen Alltagssituationen keine Atemnot mehr zu haben“, erklärt er. Wenn die ständigen Gedanken an ausreichend Luft verschwinden, sei das „ein Befreiungsschlag“.
Gleichzeitig macht der SPÖ-Politiker klar, dass dieser Schritt auch Veränderungen mit sich bringt. So nennt er ausdrücklich, dass Schwimmen im Meer für ihn künftig nicht mehr möglich sei.
Attacke auf die Bundesregierung
An ein Ende seiner politischen Laufbahn denkt Doskozil nach eigenen Worten jedoch überhaupt nicht. „Keinen Gedanken“ habe er daran verschwendet, schreibt er. Im Gegenteil: Seine politische Arbeit für das Burgenland sei für ihn eine Herzensaufgabe.
Gerade diese Haltung scheint ihn nun zusätzlich anzutreiben. Denn parallel zu seinem gesundheitlichen Einschnitt sorgt eine politische Entscheidung aus Wien für Ärger.
Besonders kritisch äußert sich Doskozil über den Einspruch gegen die geplante Herzchirurgie im Krankenhaus Oberwart. Dieser kommt aus dem SPÖ-geführten Gesundheitsministerium.
Für Doskozil ist das ein neuerlicher Anlass, den politischen Konflikt mit der Bundesregierung offen auszutragen. Er spricht von „inhaltsleerer und konzeptloser Politik“ – und zeigt sich demonstrativ kämpferisch.
Der burgenländische Landeshauptmann verbindet seine persönliche Rückkehr direkt mit einer politischen Kampfansage. „Daher seid euch sicher: Die Herzchirurgie wird es immer noch geben, da wird es diese Bundesregierung mit ihren besonderen Vertreterinnen nicht mehr geben“, erklärt er.
Damit macht Doskozil klar: Seine Operation soll kein Schlussstrich sein, sondern eher der Startschuss für die nächste politische Auseinandersetzung.

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