“Wir haben genug von diesem Generalsekretär”, erklärte er. Israel werde den Kontakt zu Guterres’ Büro bis zum Ablauf seiner Amtszeit Ende des Jahres abbrechen.
Die UNO betonte unterdessen, die Tür des Generalsekretärs bleibe “geöffnet”. “Die Entscheidung, Israel auf die schwarze Liste zu setzen und uns vorzuwerfen, sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe einzusetzen, ist skandalös”, schrieb Danon. Er bezog sich auf einen Bericht des UNO-Generalsekretärs zu sexualisierter Gewalt in Konfliktgebieten. Die Untersuchung wurde noch nicht veröffentlicht, die betroffenen Staaten wurden aber im Voraus informiert.
In ihrem im vergangenen August vorgelegten Jahresbericht hatte die UNO angekündigt, dass Israel auf die schwarze Liste aufgenommen werden könnte, auf der bereits die radikalislamische Hamas steht. In dem Bericht hieß es, es lägen “glaubwürdige Informationen” zu sexuellen Übergriffen durch israelische Sicherheitskräfte auf palästinensische Häftlinge in Gefängnissen und anderen Haftanstalten vor. Die UNO beklagte, ihren Inspektoren sei der Zugang zu den Einrichtungen verwehrt worden.
Israel weist dies zurück. “Wir haben Vertreter der UNO eingeladen, nach Israel zu kommen, um diese lächerlichen Vorwürfe zu überprüfen, doch sie haben entschieden, nicht zu kommen, und stattdessen ihre Kampagne gegen Israel fortzusetzen”, führte Danon weiter aus.
Entscheidung für Außenministeriumssprecher Marmorstein "beschämend"
Der israelische Außenministeriumssprecher Oren Marmorstein nannte die Entscheidung der UNO, Israel auf die Liste zu setzen, “beschämend und absurd”. Sie sei zudem “ein weiterer Beweis für das wahre Wesen der Organisation: eine politisierte und korrupte Institution, die ihre Gründungsprinzipien aufgegeben hat und die systematische gezielte Verfolgung Israels zu ihrer vorrangigen Aufgabe erklärt hat”, kritisierte Marmorstein.
Der Sprecher von Guterres, Stéphane Dujarric, erklärte gegenüber AFP: “Wir haben die Äußerungen zur Kenntnis genommen. Von unserer Seite aus bleibt die Tür des Generalsekretärs geöffnet.”

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