Eine parlamentarische Anfrage der FPÖ an Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) bringt neue Details zur Zusammensetzung der Tiroler Schülerschaft ans Licht. Die nun veröffentlichten Daten zeigen, dass an mehreren Schulen im Bundesland bereits ein besonders hoher Anteil ausländischer Schüler erreicht wird.
Laut der Anfragebeantwortung gab es im Schuljahr 2024/25 insgesamt drei Volks- beziehungsweise Mittelschulen, an denen mindestens 75 Prozent der Schüler keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Betroffen sind eine Volksschule in Jungholz (Bezirk Reutte), eine Volksschule in Fügen sowie eine Mittelschule in Fügen (beide Bezirk Schwaz).
Auch bei den Schülern mit nichtdeutscher Erstsprache zeigen die Zahlen deutliche Veränderungen. An vier Tiroler Schulen lag deren Anteil bereits bei mindestens 75 Prozent. Zwei davon befinden sich in Innsbruck, zwei weitere in Fügen.
Türkisch, Arabisch, Serbisch
Besonders stark vertreten sind nichtdeutsche Erstsprachen weiterhin Türkisch, Arabisch und Serbisch. Im Schuljahr 2024/25 gaben 5883 Schüler Türkisch als erste nichtdeutsche Erstsprache an, gefolgt von Arabisch (1667) und Serbisch (1196).
Das Bildungsministerium verweist darauf, dass die gesetzlich erfasste „Erstsprache“ nicht mit der „Muttersprache“ gleichzusetzen sei und keine direkten Rückschlüsse auf die Deutschkenntnisse der Schüler zulasse. Gleichzeitig soll ab dem Schuljahr 2026/27 ein neues Sprachförderungsmodell den Schulen mehr Flexibilität bei der Förderung von Kindern mit Sprachdefiziten ermöglichen.

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