Von einer „Saure-Gurken-Zeit“ könne keine Rede sein, schreibt Strolz. Stattdessen steuere Österreich auf eine „politische Massenkarambolage in Zeitlupe“ zu. Die aktuellen Affären seien seiner Ansicht nach erst der Anfang.

Kettenreaktion in Aussicht?

Besonders deutlich wird der frühere NEOS-Chef mit seiner Wortwahl: „Es stinkt gewaltig“, schreibt Strolz. Die gegenseitigen Vorwürfe und Verletzungen zwischen politischen Akteuren würden zu einer zunehmenden Enthemmung führen. „Die Dinge, die nun in den Medien sind, werden weitere nach sich ziehen“, prognostiziert er und deutet damit an, dass noch mehr politischer Sprengstoff folgen könnte.

Lädt...

Hoffen auf reinigende Wirkung

Trotz der scharfen Worte sieht Strolz in der aktuellen Entwicklung auch eine Chance. Er hoffe, dass der aufgewirbelte „Dreck“ letztlich eine reinigende Wirkung habe. Österreich solle aus der Krise nicht nur Empörung, sondern auch Erneuerung mitnehmen. Sein Wunsch: mehr Wahrheit, politische Neuanfänge und der Mut, „neu zu bauen“.