Mit gleich mehreren parlamentarischen Anfragen an Kultur- und Innenministerium will die FPÖ nun Licht ins Dunkel bringen. Der zentrale Vorwurf: Niemand wisse aktuell, wie viel das Mega-Event tatsächlich kosten wird – und wer am Ende dafür aufkommt.

Für Mölzer ist die Ausgangslage klar: Es geht um viel Geld – möglicherweise um zweistellige Millionenbeträge. Doch konkrete Zahlen fehlen bislang.

„Wenn für ein derartiges Mega-Event ein zweistelliger Millionenbetrag im Raum steht, dann hat die Bevölkerung ein Recht darauf zu erfahren, wie hoch die tatsächlichen Gesamtkosten sind, wie sich diese im Detail zusammensetzen und vor allem, wer am Ende die Rechnung bezahlt“, betonte der FPÖ-Kultursprecher.

Besonders brisant: Laut Mölzer sei völlig unklar, wie die Finanzierung überhaupt aufgeteilt wird. Bund, Stadt Wien, ORF, europäische Rundfunkanstalten oder private Sponsoren – wer übernimmt welchen Anteil?

Auch die Frage, aus welchen Budgets das Geld stammen soll, steht im Raum. Drohen Umschichtungen oder sogar zusätzliche Mittel? Konkrete Antworten fehlen.

Keine Kostenobergrenze in Sicht

Ein weiterer Kritikpunkt wiegt schwer: Offenbar gibt es keine klar definierte Obergrenze für die Ausgaben.

„Wie will die Bundesregierung verhindern, dass – wie bei ähnlichen Veranstaltungen im Ausland – die Kosten am Ende explodieren?“, fragt Mölzer.

Die Sorge: Ohne klare Vereinbarungen zwischen Bund, Stadt und ORF könnte das Projekt finanziell aus dem Ruder laufen. Der Vorwurf: Es werde „auf gut Glück mit Steuergeld operiert“.

Zweifel an wirtschaftlichem Nutzen

Auch die von der Regierung oft betonten wirtschaftlichen Vorteile stellt die FPÖ infrage. Tourismus, Wertschöpfung, Steuereinnahmen – alles werde schön gerechnet, ohne belastbare Daten vorzulegen.

Mölzer fordert daher klare Zahlen: Welche Einnahmen sind realistisch? Gibt es Studien oder fundierte Kosten-Nutzen-Analysen? Bislang bleibt auch das offen.

Intransparente Vergaben im Fokus

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft mögliche Aufträge an externe Dienstleister. Eventagenturen, Berater, Sicherheitsfirmen – wer bekommt den Zuschlag und zu welchen Konditionen?

Hier fordert die FPÖ vollständige Offenlegung:

– Welche Unternehmen werden beauftragt?
– Wie hoch sind die Kosten?
– Nach welchen Kriterien erfolgt die Vergabe?

Auch zusätzliche Planstellen im Staatsdienst könnten notwendig werden. Doch auch dazu gibt es bislang keine klaren Angaben.

Sicherheitsfragen bleiben unbeantwortet

Besonders sensibel ist das Thema Sicherheit. Auch hier sieht Mölzer massive Lücken.

„Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu wissen, welche konkreten Sicherheitsmaßnahmen geplant sind, wie viele Polizeikräfte im Einsatz stehen werden und welche Kosten dadurch entstehen“, so der FPÖ-Abgeordnete.

Gerade angesichts der aktuellen Bedrohungslage in Europa seien klare Konzepte unerlässlich. Terrorabwehr, Cyberangriffe, mögliche Ausschreitungen – all das müsse detailliert geplant sein.

Offen ist zudem, ob Polizeikräfte aus den Bundesländern abgezogen werden müssen – und welche Folgen das für die Sicherheit in anderen Regionen hätte.

Auch der Einsatz privater Sicherheitsfirmen wirft Fragen auf: Wer bezahlt das? Und wie hoch sind die Kosten?

„Millionen für Show – Sparen bei den Menschen?“

Am Ende geht es für die FPÖ um eine grundsätzliche politische Frage: Prioritäten.

„Wie rechtfertigt die schwarz-rot-pinke Bundesregierung, dass Millionen für ein internationales Showevent ausgegeben werden, während gleichzeitig in anderen Bereichen gespart wird und die Bevölkerung unter massiver Teuerung leidet?“

Für Mölzer ist klar: Die Bevölkerung habe ein Recht auf vollständige Transparenz – und darauf zu wissen, ob sich dieses Großprojekt überhaupt lohnt.