Konkret will die EU-Kommission im neuen Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 ihre Verwaltungsausgaben um satte 39 Prozent erhöhen. Zusätzlich sollen rund 2.500 neue Stellen geschaffen werden. Für Bauer ist das ein völlig falsches Signal in Zeiten knapper Kassen.
Breite Front gegen EU-Pläne
Gemeinsam mit Deutschland und sieben weiteren EU-Mitgliedstaaten hat Österreich deshalb einen Protestbrief an die EU-Kommission geschickt. Die Botschaft ist klar: Während Bürger und Staaten sparen müssen, dürfe Brüssel nicht immer größer werden.
Langfristige Folgekosten in der Kritik
„Die Regeln für Haushaltsdisziplin und Effizienz müssen auch für Brüssel gelten“, stellt die ÖVP-Politikerin unmissverständlich klar. Besonders kritisch sieht die Ministerin die langfristigen Folgekosten der Personaloffensive. Denn die Rechnung könnte für die Steuerzahler noch Jahrzehnte später präsentiert werden. Laut einer Berechnung von Eurostat würden allein die Pensionskosten der zusätzlichen EU-Beamten bis zum Jahr 2073 mindestens eine Milliarde Euro betragen.
Alle müssen sparen
Für die Kritiker ist das ein weiterer Beweis dafür, dass sich die EU-Bürokratie immer weiter aufbläht. Während vielerorts gespart wird, soll in Brüssel ein neuer Beamtenapparat entstehen. Österreich will das nicht kampflos hinnehmen. Ob die EU-Kommission ihre Pläne tatsächlich durchbringen kann, dürfte nun zu einem neuen politischen Kräftemessen zwischen Brüssel und mehreren Mitgliedstaaten werden.

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