Brüssel droht sich mit der eigenen Bürokratie ins Knie zu schießen: Die Importbestimmungen der EU-Methanverordnung seien so streng, dass Lieferungen aus Ländern wie den USA, Algerien und Katar nicht mehr zulässig wären, warnt Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. Das würde einem Entfall von 43 Prozent beim Gas und über 80 Prozent beim Öl entsprechen. Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten – die Entspannung in der Straße von Hormus könne nur vorübergehend sein – brauche Europa eine diversifizierte Energieversorgung. „Das können wir uns in dieser Situation nicht leisten”, so Zehetner.
Österreich fordert deshalb mit 16 weiteren EU-Staaten eine Verschiebung der Importregeln um drei Jahre. Ihre klare Ansage Richtung Brüssel: Die EU-Kommission müsse „über den Sommer nachsitzen und ihre Hausaufgaben erledigen”.

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