Demnach plädierten 38 Prozent im Anschluss für eine Neuwahl des Bundestages. Neun Prozent würden im Falle einer Aufkündigung der bestehenden Regierungskoalition die Bildung einer Minderheitsregierung aus CDU/CSU bevorzugen. Etwa 24 Prozent waren unentschieden oder antworteten mit „weiß nicht”.
Geringeres Vertrauen im Osten Deutschlands
Der Erhebung zufolge hat das Vertrauen in die schwarz-rote Koalition im Osten Deutschlands stärker gelitten als im Westen der Republik. So sprechen sich in der Umfrage 46 Prozent der Ostdeutschen für ein vorzeitiges Ende von Schwarz-Rot und anschließende Neuwahlen aus, in den westdeutschen Ländern sind es 35 Prozent. Einen Fortbestand des Regierungsbündnisses wünschen sich 22 Prozent der Ostdeutschen und 31 Prozent der Westdeutschen. Eine Minderheitsregierung wird in Ost wie West nur von neun Prozent gewünscht.
Besonders stark ausgeprägt ist die Präferenz für eine baldige Neuwahl in den mittleren Altersgruppen quer durchs Land. So äußern 46 Prozent der 50- bis 59-Jährigen diesen Wunsch. In der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen sind es 41 Prozent. In der jüngsten Wählergruppe der 18- bis 29-Jährigen bevorzugen 27 Prozent das Neuwahl-Szenario.
Unter den Anhängern der Union wünschen sich 45 Prozent, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) weiterhin mit der SPD regiert. 22 Prozent plädieren für Neuwahlen und 20 Prozent befürworten eine unionsgeführte Minderheitsregierung. In der SPD-Wählerschaft sprechen sich mit 56 Prozent deutlich mehr für eine Fortsetzung von Schwarz-Rot aus. Auch hier sind 22 Prozent für Neuwahlen. Für die Umfrage wurden zwischen dem 8. und dem 11. Mai 2.353 Bürgerinnen und Bürger in Deutschland befragt.

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