Während die Wiener NEOS die sogenannten „Auszeit-WGs“ auf ihrer Website bereits als „Meilenstein“ im Kampf gegen Jugendkriminalität feiern, regt sich bei Döblings Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP) heftiger Widerspruch. Die Partei schreibt, Bildungsstadträtin Bettina Emmerling habe die Einrichtungen bereits „eingeführt“ und bezeichnet die Wohngemeinschaften für jugendliche Intensivtäter als wichtige „Ultima Ratio“ sowie als Erfolg ihrer Sicherheitspolitik.

Doch laut Resch klafft zwischen Eigenlob und Realität eine beträchtliche Lücke. Denn die WGs, die auffällige Jugendliche vorübergehend aus ihrem problematischen Umfeld holen und sozialpädagogisch betreuen sollen, sind bis heute nicht in Betrieb.

„Realität sieht anders aus“

„Mit Verwunderung nehme ich zur Kenntnis, dass die Wiener NEOS die Auszeit-WGs bereits als eingeführte Maßnahme und sogar als Meilenstein im Kampf gegen Jugendkriminalität bewerben“, erklärt Resch gegenüber exxpress. Tatsächlich seien die Einrichtungen bis heute nicht in Betrieb.

Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP)
Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP)

Denn: „Die Realität sieht anders aus. Die Auszeit-WGs sind bis heute nicht in Betrieb“, betont Resch weiter. Er habe in den vergangenen Monaten wiederholt gefordert, die Einrichtungen endlich umzusetzen. Doch der ursprünglich angekündigte Starttermin sei bereits mehrfach verschoben worden.

Für den Bezirksvorsteher steht fest: Die NEOS würden eine Maßnahme feiern, die bislang noch gar nicht existiert.