Die Europäische Union bereitet offenbar neue Einschränkungen für den Import von Alaska-Seelachs aus Russland vor. Wie mehrere Medien berichten, könnte die zulässige Einfuhrmenge innerhalb der kommenden zwei Jahre um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Die Maßnahme ist Teil der laufenden Bemühungen, die wirtschaftlichen Einnahmen Russlands im Zuge des Ukraine-Krieges weiter einzuschränken.

Besonders betroffen wäre die europäische Lebensmittelindustrie. Alaska-Seelachs gilt als einer der wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Fischstäbchen und zahlreichen Tiefkühlprodukten. Branchenvertreter warnen bereits vor möglichen Lieferengpässen und steigenden Preisen, falls die geplanten Beschränkungen umgesetzt werden.

Vollständiges Importverbot vorerst verworfen

Ein vollständiges Importverbot für russischen Alaska-Seelachs wurde laut den Berichten jedoch vorerst verworfen. Ausschlaggebend dafür seien Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf europäische Verarbeitungsbetriebe und die Versorgungssicherheit. Viele Unternehmen sind derzeit noch auf Lieferungen aus Russland angewiesen und könnten kurzfristig nur schwer auf alternative Bezugsquellen ausweichen.