Förderung auf Steuerzahlerkosten: 65.000 Euro für "Vegane Gesellschaft Österreich"
Mehr als 65.000 Euro aus öffentlichen Mitteln flossen seit 2019 an die „Vegane Gesellschaft Österreich“. Das geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung hervor. Das Bildungsministerium spricht von Leistungsentgelten – nicht von Förderungen.
Über 65.000 Euro an Steuergeld gingen seit Oktober 2019 an die „Vegane Gesellschaft Österreich“. Konkret wurden laut parlamentarischer Anfragebeantwortung insgesamt 65.926,83 Euro an den Verein bzw. dessen Institution „Vegucation“ ausbezahlt.
Die Zahlungen erfolgten zwischen 23. Oktober 2019 und Februar 2025. Laut Bildungsministerium handelt es sich dabei nicht um klassische Förderungen durch die Zentralstelle, sondern um Entgelte für erbrachte Leistungen an Pädagogischen Hochschulen (PH) sowie an höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe und Tourismus.
Im Detail wurden Gast- und Lehraufträge im Rahmen der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften für „Vegane Küche in der Theorie und Praxis“ abgegolten. Zudem fielen Vorsitz- und Prüfungsgebühren samt Reisekosten im Rahmen von Zertifikatsprüfungen zur vegetarischen Fachkraft an.
„Vegan-vegetarische Fachkraft“
Das Programm „Vegucation“ bietet unter anderem die Zusatzqualifikation „vegan-vegetarische Fachkraft“ an, die an Tourismusschulen und Schulen für wirtschaftliche Berufe schulautonom geführt werden kann. Eine direkte Mitfinanzierung in Form von Förderungen durch die Zentralstelle des Ministeriums habe es jedoch nicht gegeben.
Veranstaltungen des Vereins seien vom Ministerium ebenfalls nicht finanziell unterstützt worden. Auch eine Teilnahme von Ressortvertretern habe nicht stattgefunden. Kritiker sprechen dennoch von einem „NGO-Business“ auf Kosten der Steuerzahler.
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