„Wenn Bildungsminister Wiederkehr von einer Aufholjagd in der Bildung spricht, ist das pure Ankündigungspolitik“, sagte Fiedler am Dienstag. Entscheidend sei nicht die Zahl der Reformen, „sondern ob Kinder lesen, rechnen und schreiben können“.

„Deutsch ist der Schlüssel“

Als größte Baustelle sieht die FPÖ mangelnde Deutschkenntnisse. „Deutsch ist der Schlüssel, Deutsch ist keine Schikane. Deutsch ist die Eintrittskarte in Bildung“, betonte Fiedler. Er fordert verpflichtende Sprachstandsfeststellungen, konsequente Deutschförderung bereits im Kindergarten sowie mehr Integrationsbereitschaft.

Stärkung der Lehrerautorität

Auch die Lehrer müssten laut FPÖ entlastet werden. Pädagogen würden zunehmend mit Bürokratie und Dokumentationspflichten belastet. Kritik übte Fiedler zudem an einem Rundschreiben des Zentralausschusses der NÖ Landeslehrer, wonach schlechte Noten die Sommerferienfreude der Schüler schmälern würden. „Wer Lehrer bei einer korrekten Beurteilung nach Schulschluss unter Rechtfertigungsdruck setzt, schwächt ihre Autorität“, so der FPÖ-Politiker.

„Leistung ist kein Schimpfwort“

Skeptisch sieht Fiedler auch neue Unterrichtsfächer wie Medienkompetenz, Demokratie oder Künstliche Intelligenz. „Handy und KI sind Werkzeuge, nicht Ersatzhirn“, sagte er und forderte klare Handyregeln, verbindliche KI-Vorgaben für Hausübungen und Prüfungen sowie mehr Rechtssicherheit für Lehrer. Ein weiteres Anliegen der FPÖ ist eine stärkere Leistungskultur. „Leistung ist kein Schimpfwort. Nicht Schönreden. Nicht Wegschauen. Keine Noteninflation!“, erklärte Fiedler. Ehrliche Rückmeldungen seien notwendig, denn Bildung funktioniere nur mit Anstrengung.