„Typische Doppelmoral des linken Kulturbetriebs"

Zwar werde laufend von „Objektivität” und „politischer Neutralität” gesprochen – intern würden aber gesellschaftspolitische Zielsetzungen wie Diversität, Inklusion und Gender-Vorgaben ausdrücklich als Teil der Förderarchitektur genannt. „Das ist die typische Doppelmoral des linken Kulturbetriebs. Nach außen spricht man von ideologiefreier Kunstförderung, intern arbeitet man jedoch mit politisch aufgeladenen Zielsetzungen und gesellschaftspolitischen Vorgaben”, so Mölzer. Dass Ministerium, Aufsichtsgremien und Förderinstitutionen personell und strukturell eng verflochten seien, erkläre für ihn den „massiven Vertrauensverlust in staatliche Kulturförderung”.

Reform gefordert: Transparenz und Entpolitisierung

Für Mölzer braucht es jetzt eine grundlegende Reform. Er fordert volle Transparenz bei Förderentscheidungen, eine konsequente Entpolitisierung der Kulturförderung sowie strengere parlamentarische Kontrolle. „Kunstfreiheit darf niemals als Deckmantel für parteipolitisch gefärbte Förderpraxis missbraucht werden. Öffentliche Förderungen müssen dem Allgemeinwohl dienen und nicht politischen Netzwerken oder ideologischen Prestigeprojekten”, so Mölzer abschließend.