Die ÖH der Universität Wien hat für eine Veranstaltung unter dem Titel „Fast 25 Jahre Guantánamo” Mohamedou Ould Slahi eingeladen, der öffentlich eingeräumt hat, Anfang der 1990er-Jahre Mitglied der Terrororganisation Al-Kaida gewesen zu sein und ihr einen Treueeid geleistet zu haben.

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker reagiert mit scharfer Kritik: „Es ist ein unfassbarer Vorgang und ein weiterer Beweis dafür, wie blind der linke Universitätsbetrieb, aber auch die Bundesregierung mittlerweile gegenüber islamistischen Gefahren geworden sind.” Er fragt: Wie können Personen mit derartigen Hintergründen überhaupt nach Österreich einreisen und an Universitäten auftreten?

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Kein Einzelfall

Für Hafenecker ist der Vorfall kein Einzelfall. Bereits im Mai 2024 brachte er eine parlamentarische Anfrage zu Islamistenveranstaltungen an der Universität Wien ein. Damals traten Vertreter von „Cage Austria” gemeinsam mit universitären Akteuren auf, auch salafistische Prediger wie der vom deutschen Staatsschutz beobachtete Marcel Krass konnten in Wien auftreten. „Offenbar hat man aus all diesen Warnungen nichts gelernt”, so Hafenecker.

Timing der Veranstaltung sorgt für zusätzliche Empörung

Besonders brisant: Die Veranstaltung fällt in eine Zeit, in der in Villach gerade ein Prozess gegen einen IS-Terroristen läuft, der ein Kind ermordete. „Während die Bevölkerung zunehmend unter importierten Sicherheitsproblemen leidet, dürfen ehemalige Al-Kaida-Mitglieder problemlos an Universitäten auftreten”, kritisiert Hafenecker. Das sei „ein Schlag ins Gesicht aller Österreicher”.

Die FPÖ will den Fall nun parlamentarisch aufarbeiten. Hafenecker kündigt eine Reihe von Anfragen an Innenminister und Wissenschaftsministerin an.