Die Gemeinderatswahl in Graz wird für die FPÖ zur wichtigen Richtungsentscheidung. Im exxpress-Interview erklärt FPÖ-Steiermark-Klubobmann Marco Triller, warum seine Partei die „linke Mehrheit“ rund um KPÖ, Grüne und SPÖ ablösen will. Mit Bürgermeisterkandidat René Abfelknapp wolle man ein starkes Ergebnis erreichen – möglicherweise sogar Platz zwei hinter der KPÖ.

Breiten Raum nahm im Gespräch auch die neue Sachleistungskarte für Asylwerber ein. Die von der steirischen Landesregierung eingeführte Karte soll Bargeldleistungen stark einschränken. Laut Triller könnten damit nur noch Grundbedürfnisse wie Lebensmittel oder Kleidung bezahlt werden. „Das Land Steiermark soll für illegale Zuwanderung so unattraktiv wie möglich werden“, betonte er.

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Strengere Regeln bei Sozialunterstützung

Auch bei der Sozialunterstützung setzt die steirische FPÖ auf strengere Regeln. Ziel sei es, Menschen rascher zurück in den Arbeitsmarkt zu bringen. Gleichzeitig verteidigte Triller die geplanten Reformen im Gesundheitsbereich. Kein Krankenhausstandort sei geschlossen worden, stattdessen setze man auf Spezialisierung und neue Primärversorgungszentren.

Kritisch äußerte sich Triller zudem zu staatlich geförderten NGOs wie der „Ban Hate App“. Für strafrechtlich relevante Inhalte brauche es keine zusätzlichen Stellen, sondern Polizei und Justiz.

Außerdem zog Triller eine positive Bilanz der schwarz-blauen Zusammenarbeit in der Steiermark: „Die Steiermark zeigt’s vor. So eine Koalition würde ich mir auch auf Bundesebene wünschen.“