Die exxpress-Sonntagsfrage ist erneut eindeutig: Mit 38 Prozent bleibt die FPÖ unangefochten stärkste Kraft. ÖVP und SPÖ folgen mit jeweils 19 Prozent – gemeinsam also nur so stark wie die Freiheitlichen allein.
Doch die eigentliche Dynamik zeigt sich beim Blick auf das Wählerpotenzial.

FPÖ kratzt an der Machtgrenze
Laut INSA liegt das Gesamtpotenzial der FPÖ bei 48 Prozent. Nicht nur würden 38 Prozent derzeit die Freiheitlichen wählen – weitere 10 Prozent können sich das grundsätzlich vorstellen.
Damit ist die FPÖ die einzige Partei, die überhaupt in die Nähe einer absoluten Mehrheit kommen kann.
Die Umfrage wurde online vom 13. bis 16. April durchgeführt. Die Stichprobe umfasst 1.000 Personen aus Österreich ab 16 Jahren.
ÖVP: Selbst im Bestfall nur auf FPÖ-Niveau von heute
Die ÖVP liegt derzeit bei 19 Prozent. Ihr zusätzliches Potenzial beträgt ebenfalls 19 Prozent. Selbst im optimalen Fall käme sie damit auf 38 Prozent – also genau auf jenes Niveau, auf dem die FPÖ bereits heute steht.
SPÖ: Noch enger begrenzt
Die SPÖ erreicht aktuell ebenfalls 19 Prozent, ihr zusätzliches Potenzial liegt aber nur bei 17 Prozent. Damit kommt sie insgesamt auf rund 36 Prozent – und bleibt beim Spielraum sogar noch hinter der ÖVP zurück.
Das Kräfteverhältnis kippt weiter
Eine noch deutlichere Sprache sprechen die sicheren Wähler: Die FPÖ ist nicht nur klar stärkste Kraft, sie verfügt auch über ein festes Wählerfundament, das ihre Konkurrenz weit hinter sich lässt. 31 Prozent der Befragten sind sich bereits sicher, die FPÖ zu wählen. Bei der ÖVP sind es nur 12 Prozent, bei der SPÖ sogar nur 11 Prozent.
Besonders brisant: Die FPÖ hat damit nicht nur das größte Potenzial, sondern auch mit Abstand die meisten sicheren Wähler.
Und: Während ÖVP und SPÖ selbst im besten Fall nur dorthin kämen, wo die FPÖ heute schon steht, rückt für die Freiheitlichen ein Szenario näher, das Österreichs Politik grundlegend verändern würde: die absolute Mehrheit.

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