Laut einer Erhebung von “Unique Research” im Auftrag von Der Pragmaticus sprechen sich 50 Prozent gegen eine Wehrpflicht für Frauen aus, während 45 Prozent dafür sind. Damit überwiegt zwar die Ablehnung, doch die Zustimmung fällt höher aus, als vielfach angenommen.

Deutlicher Unterschied zwischen Männern und Frauen

Auffällig ist vor allem der Unterschied zwischen den Geschlechtern: Rund 60 Prozent der Männer befürworten eine Wehrpflicht auch für Frauen. Bei den Frauen selbst ist die Zustimmung deutlich geringer – hier sind es nur etwa 30 Prozent.

Junge Generation besonders kritisch

Dass die Skepsis groß ist, zeigt auch ein Blick auf die junge Generation: Laut Ö3-Jugendstudie 2026 sprechen sich 63 Prozent der 16- bis 25-Jährigen gegen eine Wehrpflicht für Frauen aus, nur 37 Prozent sind dafür.

Gleichzeitig wünschen sich 55 Prozent, dass – wenn schon Pflichten ausgeweitet werden – Männer und Frauen gleichermaßen zum Zivildienst verpflichtet werden.

Kein klarer Kurs in Österreich

Insgesamt ergibt sich damit ein uneinheitliches Bild. Anders als in Ländern wie Schweden oder Norwegen, wo die Wehrpflicht bereits für beide Geschlechter gilt, fehlt in Österreich ein klarer gesellschaftlicher Konsens.

Die Umfrage von “Unique Research” basiert auf einer Online-Erhebung unter rund 800 Wahlberechtigten Ende Februar bis Anfang März. Die maximale Schwankungsbreite liegt bei rund 3,5 Prozent.