Wie britische Medien unter Berufung auf ein internes Regierungspapier berichten, warnen Beamte vor dramatischen Folgen der grünen Energie-Offensive. Die Pläne könnten „national anerkannte Stätten, Landschaften und historische Umgebungen“ zerstören sowie die Artenvielfalt und Wasserressourcen massiv beeinträchtigen.

Erneuerbare gehen mit voller Wucht voran

Besonders pikant: Das Dokument wurde erst nach einer Klage der „Daily Mail“ öffentlich. Dabei treibt die Regierung unter Staatssekretär Ed Miliband den Ausbau der erneuerbaren Energien mit voller Wucht voran. Bis 2030 sollen unglaubliche 95 Prozent des Stroms aus Wind- und Solarkraft stammen. Dafür sind gigantische Ausbaupläne vorgesehen – mit neuen Offshore-Windparks, zusätzlichen Windrädern an Land und hunderten Solarparks.

Erhebliche Nebenwirkungen?

Doch genau diese Projekte könnten laut dem Papier erhebliche Nebenwirkungen haben: Die Rede ist von mehr „Luftemissionen, Treibhausgasemissionen, Lärm und Erschütterungen, Lichtverschmutzung, Staub und Bodenverschmutzung“. Die negativen Auswirkungen könnten dabei nicht nur während der Bauarbeiten entstehen, sondern langfristig anhalten.

Einwände von Anrainern könnten übergangen werden

Auch die Landwirtschaft könnte unter die Räder kommen. Denn laut Dokument sollen Einschränkungen für Grünflächen aufgehoben werden – betroffen wären damit auch landwirtschaftliche Nutzflächen. Bereits jetzt wurden 157 neue Solarparks genehmigt. Besonders explosiv: Einwände von Anrainern können offenbar einfach übergangen werden, wenn Projekte als „national wichtig“ eingestuft werden, schreibt „Apollo News“.

Ein schwerer Schlag

Für Kritiker ist das Papier ein schwerer Schlag gegen die bisherige Klima-Argumentation der Regierung. Denn jahrelang wurde der massive Ausbau von Wind- und Solarkraft vor allem mit dem Schutz der Umwelt begründet. Jetzt zeigt ausgerechnet ein internes Regierungsdokument: Selbst die Verantwortlichen wissen offenbar längst über die Schattenseiten Bescheid.