Die Spritpreisbremse ist heute ausgelaufen – und eine Nachfolgeregelung ist noch nicht in Sicht. Während der Ölpreis wegen der anhaltenden Blockade der Straße von Hormuz auf über 126 Dollar pro Barrel geklettert ist, wie der exxpress berichtete, streiten ÖVP, SPÖ und NEOS darum, wie die Entlastung künftig aussehen soll. Bisher haben Autofahrer zehn Cent pro Liter gespart – fünf Cent kamen vom Staat, fünf von den Mineralölkonzernen. Dem Vernehmen nach könnte davon künftig nur noch die Hälfte übrig bleiben.

SPÖ bremst bei der Spritpreisbremse

Das Überraschende an der aktuellen Lage: Ausgerechnet die SPÖ steigt auf die Bremse. Der Finanzminister kann laut APA-Informationen nur noch zwei Cent aus Steuermehreinnahmen beisteuern. Und während die ÖVP darauf drängt, die volle Zehn-Cent-Entlastung zu verlängern, will die SPÖ den Beitrag der Mineralölkonzerne ebenfalls auf zwei Cent kürzen. Unterm Strich stünden dann nur noch vier Cent Entlastung pro Liter – statt bisher zehn.

Der Wirtschaftskammer-Fachverband Energiehandel hatte sich zuletzt ganz gegen eine Verlängerung ausgesprochen.