Gerald Grosz und Herbert Kickl präsentierten am Donnerstag am Wiener Flughafen das neue Buch „Ab nach Hause” – und sorgten damit bereits vor dem Erscheinen für Aufsehen. Laut Grosz musste aufgrund der großen Nachfrage bereits nachgedruckt werden. Auf 180 Seiten zeichnet der PR-Profi und Autor ein Bedrohungsszenario durch unkontrollierte Zuwanderung – und liefert gleichzeitig ein „Handbuch”, wie man die Gesellschaft aus der Krise führen könne. Kickl steuerte dazu ein Interview zum Thema Remigration bei und fungierte damit als, wie Grosz ihn nennt: „Geburtshelfer” des Buches.
Kickl: „Rückführung des Asylwesens auf seinen guten Kern"
FPÖ-Chef Kickl nutzte die Buchpräsentation, um einmal mehr für seine Migrationspolitik zu werben – und stellte klar, dass es ihm dabei nicht um einen Angriff auf das Asylrecht geht. „Das ist kein Angriff auf das heilige Asylrecht”, so Kickl, sondern vielmehr die „Rückführung des Asylwesens auf seinen guten Kern.” Das Asylsystem sei durch die derzeitigen politischen Verantwortungsträger bis zur Unkenntlichkeit „pervertiert” worden. Sollte die FPÖ bei der nächsten Nationalratswahl als Sieger hervorgehen, werde man das Projekt „Festung Österreich” umsetzen.
„Ab nach Hause" – Handbuch gegen die Zuwanderungskrise
Grosz sieht die Gesellschaft bereits „am Scheideweg” – und sein Buch als Antwort darauf. Den Begriff „Remigration” betrachten sowohl Grosz als auch Kickl nicht als negativ besetzt. Grosz beendete seinen Auftritt mit einem klaren Appell an den FPÖ-Chef: „Möget ihr die Wahl so fulminant gewinnen, dass du keinen Koalitionspartner brauchst.” „Ab nach Hause” ist ab sofort im Leopold Stocker Verlag erhältlich.
Grosz im exxpress-Interview: „Wir verlieren unseren Kontinent"
Im Gespräch mit exxpress ließ Grosz keinen Zweifel an seiner Botschaft. „Wir stehen am Scheideweg. Entweder wir verlieren unseren Kontinent, die Leitkultur, die Identität und am Ende unseren sozialen Frieden – oder wir ändern etwas daran”, so der Autor. Die bisherigen Lösungen der Politik bezeichnet er als „Placebo-Lösungen”: „In den letzten elf Jahren kommen wir nicht weiter.”
Auf die Frage, ob der Buchtitel „Ab nach Hause” nicht verletzend für jene sei, die sich ein Leben in Österreich aufgebaut haben, antwortete Grosz klar: „Die, die sich ein Leben aufgebaut haben und ein Bestandteil unserer Gesellschaft geworden sind, die sind davon nicht betroffen. Diese Differenzierung ist wichtig.”

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