Mit seinem ESC-Beitrag „Tanzschein“ trifft Cosmo offenbar einen Nerv – und zwar nicht nur auf der Tanzfläche. Der Sänger zeichnet in seinem Song ein düsteres Bild moderner Clubs: Statt ausgelassener Tänzer dominieren dort „Löwen“, „Gazellen“ und „Steroidenspritzer“. Seine Lösung: Wer nicht tanzen kann oder will, soll draußen bleiben.

Dass daraus nun tatsächlich eine juristische Debatte entsteht, hätte wohl nicht einmal der Künstler erwartet. Das Justizministerium veröffentlichte diese Woche ernsthaft eine Einschätzung zur Frage, ob Clubs einen „Tanzschein“ verlangen dürften. Ergebnis: Grundsätzlich ja. Wegen der sogenannten Privatautonomie dürften Clubbetreiber selbst entscheiden, wen sie hineinlassen. Erst wenn dadurch indirekt diskriminiert werde, könnte es problematisch werden.

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„Haben die nichts anderes zu tun?“

Auf Social Media fiel die Reaktion entsprechend bissig aus. „Haben die nichts anderes zu tun?“ oder „Ist denen fad?“ lauteten gleich mehrere Kommentare. Tatsächlich wirkt es einigermaßen surreal, dass sich das Ministerium mitten in Teuerung, Budgetloch und Sicherheitsdebatten ausgerechnet mit fiktiven Tanzprüfungen beschäftigt.

Cosmo – der mit seinem ersten Auftritt viel Lob und Beifall erntete – selbst dürfte sich dennoch freuen: Mehr Aufmerksamkeit für seinen ESC-Song hätte man kaum choreografieren können.

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