Gleich zu Beginn betonte Bittner die angebliche Unabhängigkeit ihrer Organisation: „Wir nehmen weder Geld von Regierungen noch von Konzernen.“ Greenpeace finanziere sich ausschließlich über private Spenden.

„China löscht unsere Einsparungen in 21 Stunden aus“

Für Zündstoff sorgte Fleischmann mit einer provokanten Rechnung: Das CO2, das Österreich in einem Jahr einspart, würde China „in genau 21 Stunden und 14 Minuten“ wieder ausstoßen. Bittner widersprach entschieden und warnte davor, Österreich aus der Verantwortung zu nehmen. „Wenn alle sagen, ihr Anteil ist zu klein, passiert gar nichts.“ Gleichzeitig verwies sie darauf, dass viele Emissionen durch billige Importe aus China überhaupt erst ausgelagert würden.

Auch beim Thema Plastik gerieten die Fronten hart aneinander. Fleischmann verwies darauf, dass rund 80 Prozent des Plastiks in den Weltmeeren aus Asien stammen würden, während Europa nur einen vergleichsweise kleinen Anteil verursache. Bittner konterte, der westliche Konsum trage entscheidend zu den Müllbergen in Asien bei. Besonders scharf wurde sie beim Thema Greenwashing: Unternehmen würden sich bewusst „grün“ inszenieren, um strengere Vorschriften zu verhindern. Ihr Vorwurf: „Das ist ein ökologischer Betrug an Konsumentinnen und Konsumenten.“

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Trotz der hitzigen Debatte zeichnete Bittner ein positives Bild der Klimawende. Investitionen in Wärmepumpen, erneuerbare Energien und weniger Verkehr würden nicht nur dem Klima helfen, sondern auch die Lebensqualität verbessern. Kritiker werfen allerdings ein, dass die enormen Kosten und Belastungen für Bürger dabei oft ausgeblendet werden. Für Überraschung sorgte schließlich Fleischmann selbst mit dem Satz: „Ich spende seit über 30 Jahren an Greenpeace.“ Bittner blieb bei ihrer Kernbotschaft: „Klimaschutz ist kein Selbstzweck – es geht darum, dass wir auf diesem Planeten existieren können.“