In der Londoner National Gallery sorgt eine Ausstellung derzeit für Aufsehen. Der frühchristliche Märtyrer Sebastian wird darin als asiatischer Transgender-Mann dargestellt – ein Ansatz, der für heftige Reaktionen sorgt.
Die Installation stammt vom singapurischen Künstler Ming Wong. In mehreren Videoarbeiten wird die Geschichte des Heiligen neu erzählt. Transgender-Models übernehmen dabei die Rolle Sebastians, tanzen, kämpfen und stellen Szenen seines Martyriums dar.
Tradition trifft woke Ideologie
Sebastian gilt als einer der bekanntesten Märtyrer der frühen Christenheit. Der Überlieferung nach wurde er im 3. Jahrhundert wegen seines Glaubens zunächst von Bogenschützen hingerichtet und später erschlagen.
Laut GB News greift die Ausstellung diese Geschichte auf und verbindet sie mit modernen künstlerischen Elementen. Die Darstellungen zeigen unter anderem leicht bekleidete Figuren, die Szenen mit Pfeilen nachstellen und sich körperlich inszenieren.
Kritik an „Verfälschung der Geschichte“
Besonders scharf fällt die Kritik von Aktivisten aus. Sie werfen der Ausstellung vor, religiöse Geschichte umzudeuten und Gläubige zu verletzen.
Wie die Daily Mail berichtete, bezeichnete etwa eine Vertreterin der Family Education Trust die Darstellung als „historisch falsch“ und „beleidigend für Christen“. Auch andere Stimmen sprechen von einer Grenzüberschreitung – vor allem, weil es sich um eine öffentlich finanzierte Institution handelt.

Kommentare
Lädt Kommentare...