FPÖ und ÖVP: Die Realität ist eine andere
FPÖ-Chef Dominik Nepp nimmt Naschenwengs Aussagen ernst: „Wenn selbst heimische TV-Stars öffentlich ansprechen, dass sie sich in Wien nicht mehr sicher fühlen, zeigt das sehr deutlich, wie ernst die Situation ist.” Das Unsicherheitsgefühl habe spürbar zugenommen – und die Brennpunkte breiteten sich längst auf ruhige Wohngegenden wie Döbling aus. Nepp fordert mindestens 1.500 zusätzliche Polizisten.
ÖVP-Stadtrat Markus Figl sieht die Ursache klar: „Jahrelanges Integrationsversagen der SPÖ-Neos-Stadtregierung” habe zu Parallelgesellschaften und wachsender Jugendkriminalität geführt. „Statt Probleme ehrlich anzusprechen, wurde von Rot-Pink viel zu lange beschwichtigt.”
Rot-Pink schaut weg: „Wien ist eine der sichersten Metropolen"
Bürgermeister Michael Ludwig verweist auf die Zusammenarbeit mit der Polizei und bestehende Maßnahmen wie Videoüberwachung, Alkoholverbote und Schutzzonen. Gleichzeitig fordert er mehr Polizisten vom Bund – und droht sogar damit, die Polizei in städtische Verantwortung zu übernehmen, sollte das Innenministerium nicht liefern.
Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (Neos) betont, Wien sei „nach wie vor eine der sichersten Metropolen der Welt” – das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung sei aber ein „wichtiges Anliegen.” Als Lösung nennt sie Jugendzentren und Awareness-Teams.
Grüne: Mehr Beleuchtung soll helfen
Grünen-Chefin Judith Pühringer bekennt sich zwar dazu, dass sich alle Wiener sicher fühlen sollen – setzt aber vor allem auf Straßensozialarbeit, Grätzelpolizei und bessere Beleuchtung. „Schlecht beleuchtete Gegenden werden in der Nacht insbesondere von Frauen gemieden”, so Pühringer. Auch sie befürwortet ein generelles Waffenverbot für Wien.

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