45 Prozent islamismusaffin
Laut „Motra-Monitor” seien 45 Prozent der Muslime in Deutschland unter 40 Jahren latent oder manifest islamismusaffin eingestellt. Büscher erlebt das täglich in den rund 40 Arche-Einrichtungen: „Jugendliche und manchmal auch schon Kinder schimpfen über das Judentum, Israel, alles Westliche und natürlich auch über das Christentum.” An sogenannten Brennpunktschulen, wo muslimische Kinder mit Fluchthintergrund häufig in der Mehrheit sind, würden Andersgläubige, Nichtgläubige – ja sogar Muslime, die „nicht richtig glauben” – gemobbt. Seine Forderung: Geflüchtete Kinder müssen gleichmäßig auf Schulen und Klassen verteilt werden.
„Ich schäme mich für diese Christenhasser"
Wer trägt die Verantwortung dafür, dass Islamismuskritik zunehmend als Hassrede gilt? Büscher dazu: „Das sind zu einem großen Teil Politiker und Politikerinnen der Linkspartei, aber auch Teile der Grünen und der SPD.” Er könne nicht begreifen, wie diese Politiker sich mit Islamisten gemein machten, die Frauenrechte ablehnten und Schwule und Lesben töten wollten. Sein vernichtendes Urteil: „Ich schäme mich für diese Antisemiten und Christenhasser, ja auch aus dem Bundestag und einigen Landtagen.” Allah sei kein Gott der Liebe, sagt der „Arche“-Sprecher in dem Interview. Der Koran rufe an einigen Stellen zu „Hass und Gewalt gegen Nicht- und Andersgläubige“ auf.
Feige Kirchen
Auch die christlichen Kirchen kommen bei Büscher nicht gut weg. Die katholische wie die evangelische Kirche seien „ganz eindeutig” zu blauäugig im Umgang mit dem Islam. „Oft sind die beiden großen christlichen Kirchen einfach nur feige. Damit machen sie sich in meinen Augen schuldig.” Menschen verließen die Kirchen, weil diese dem Mainstream verfallen seien: „Dieser Wischiwaschi-Glaube enttäuscht die Menschen eher.” Christen aller Konfessionen sollte, laut dem „Arche“-Pressesprecher, „Kante zeigen“, denn: „Schweigen macht schuldig“. Christen sollten sich über ihren Glauben öffentlich freuen und führ ihre Überzeugungen einstehen.
Ein Mädchen aus dem Irak
Ein konkretes Schicksal macht die Lage greifbar: In einer Berliner Arche betreut Büscher ein junges Mädchen aus einer christlichen Familie aus dem Irak. Einige ihrer Verwandten wurden dort von Islamisten getötet – geköpft. Jetzt sitzt sie in der Arche gemeinsam mit zahlreichen islamischen Jugendlichen, ebenfalls aus dem Irak. „Das muss für sie wahnsinnig schwer sein”, sagt Büscher. Sein Grundsatz gilt trotzdem: „Wir kämpfen in den Archen um jedes Kind, um jeden Jugendlichen. Aber wer sich bei uns nicht integrieren will, hat bei uns nichts verloren.”

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