Demnach soll Strom geringer besteuert werden als fossile Brennstoffe.
Zudem soll es den Mitgliedstaaten erleichtert werden, die Stromsteuer für energieintensive Industrien auf null zu senken. Eine Sprecherin der EU-Kommission lehnte eine Stellungnahme ab.
Energieschock zwingt EU zu neuen Maßnahmen
In den ersten drei Wochen des Iran-Krieges hatten sich die europäischen Erdgaspreise fast verdoppelt. Am Dienstag lagen sie trotz eines leichten Rückgangs noch immer rund 35 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Europa könne es sich nicht leisten, immer häufiger Energieschocks ausgesetzt zu sein, heißt es in dem Entwurf, wie aus einem Bericht hervorgeht. Jede verzögerte Investition in die Energiewende berge das Risiko höherer Kosten für die Gesellschaft.
Um Preisspitzen durch gleichzeitige Käufe zu vermeiden, plant die EU dem Bericht zufolge, ab diesem Monat die Befüllung der Erdgasspeicher zu koordinieren. Vor dem Sommer soll zudem ein Elektrifizierungsziel vorgeschlagen werden, um die Industrie zum Umstieg von fossilen Brennstoffen auf Strom zu bewegen. Im kommenden Monat sollen den Energieministern der Mitgliedstaaten darüber hinaus Investitionskataloge für energiesparende und kohlenstoffarme Technologien vorgelegt werden, flankiert von Vorgaben für die Finanzierung intelligenter Stromnetze.

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