Das US-Militär bestätigte unterdessen seine zehnte Angriffswelle in Folge gegen den Iran. Ziel der Operationen sei es, die Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu erzwingen, nachdem der Iran den Schiffsverkehr massiv eingeschränkt hat.
Atomanlage getroffen
Bei den jüngsten Angriffen wurden nach iranischen Angaben unter anderem die Stadt Tabris sowie das einzige aktive Atomkraftwerk des Landes in Buschehr und die im Bau befindliche Atomanlage Darkhovin getroffen, berichtet der „Guardian“. In Tabris kam mindestens ein Mensch ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt.
„Angriffe zu Ehren zuletzt getöteter amerikanerischer Soldaten“
Auch US-Präsident Donald Trump verschärfte den Ton. Die Angriffe seien „zu Ehren“ der zuletzt getöteten amerikanischen Soldaten erfolgt. Auf seiner Plattform Truth Social drohte er: „Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er diesen Tod um ein Vielfaches bezahlen!“ In den vergangenen Tagen kamen drei US-Soldaten bei Angriffen im Irak und in Jordanien ums Leben.
Kein Ende in Sicht
Seit Beginn des Krieges Ende Februar wurden nach US-Angaben 17 amerikanische Soldaten getötet. Der Iran spricht von 50 Todesopfern und mehr als 500 Verletzten auf eigener Seite. Ein im Juni vereinbartes Rahmenabkommen zur Beendigung des Konflikts gilt inzwischen faktisch als gescheitert. Auch die seit April bestehende Waffenruhe ist beendet.
Öltanker in der Straße von Hormus gesprengt
Für zusätzliche Spannungen sorgt die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Der Iran erklärte, zwei Öltanker seien bei dem Versuch, die Meerenge zu passieren, gesprengt worden. Schiffe sollten stattdessen eine Route entlang der iranischen Küste nutzen. Angesichts der Eskalation forderte zuletzt auch die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN ein sofortiges Ende der Gewalt. Die Außenminister warnten vor den Folgen für den Welthandel und verlangten die ungehinderte Durchfahrt durch die Straße von Hormus.

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