Saar reiste mit einer Wirtschaftsdelegation von über 50 Unternehmensvertretern an, darunter Rüstungskonzerne wie IAI, Elbit und Rafael. Es ist bereits sein zweiter Besuch in Tschechien innerhalb weniger Monate.
Bei der gemeinsamen Pressekonferenz ließ Saar kein gutes Haar an bestimmten EU-Partnern: Man erlebe den Versuch gewisser linksgerichteter Regierungen in Europa, die EU in einen radikal israelfeindlichen Kurs zu drängen. Diese Versuche, die EU-Israel-Beziehungen zu ruinieren, seien von der Innenpolitik jener Regierungen getrieben. „Sie schaden Europas eigenen Interessen”, so Saar. „Sind Europas Verbündete im Nahen Osten etwa das Ajatollah-Regime im Iran? Der radikale Islam? Der palästinensische Terror?”, fragte er.
EU-Sanktionen als Auslöser
Der Hintergrund des Besuchs ist brisant: Wie NPR berichtete, beschloss die EU vergangene Woche neue Sanktionen – gegen Hamas-Führer, aber auch gegen israelische Siedlerorganisationen im Westjordanland. Stärkere Wirtschaftsmaßnahmen gegen die israelische Regierung, die von Frankreich und anderen gefordert worden waren, kamen jedoch nicht zustande. Saar reagierte in den sozialen Medien prompt und nannte die Sanktionen „willkürlich und politisch”.
Wie der EUobserver berichtete, gilt Tschechien derzeit als Israels einziger wirklich entschiedener Verteidiger im Kreis der EU-Außenminister. Nachdem der langjährige Israel-Freund Viktor Orbán bei den ungarischen Parlamentswahlen im April abgewählt wurde, fiel Budapests Schutzschild für Jerusalem in Brüssel weg.

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