Am Mittwoch verhandelten Kanzler Christian Stocker (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) sowie Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) im Bundeskanzleramt über die endgültige Regelung. Auch Vertreter der Pensionistenverbände nahmen an den Gesprächen teil.

Kleine Pensionen steigen stärker

Die Regierung kündigte an, die Pensionen insgesamt um rund 2,4 Milliarden Euro anzuheben. Allerdings wird – wie bereits angekündigt – erneut keine vollständige Inflationsabgeltung erfolgen. Konkret sollen Mindestpensionen beziehungsweise Ausgleichszulagen im Jahr 2027 um 3,3 Prozent steigen. Alle Pensionen darüber bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 Euro werden um 2,95 Prozent erhöht.

Fixbetrag für hohe Pensionen

Wer monatlich mehr als 6.930 Euro Pension erhält, bekommt keine prozentuelle Anpassung mehr. Stattdessen ist ein monatlicher Fixbetrag von 204,44 Euro vorgesehen. Mit diesem Modell will die Regierung laut eigenen Angaben vor allem kleine und mittlere Pensionen stärker absichern. Gleichzeitig sollen auch langjährige Beitragszahler mit hohen Pensionen weiterhin berücksichtigt werden.

Beitrag zur Budgetsanierung

Die neue Regelung soll dem Staatshaushalt Einsparungen von rund 280 Millionen Euro bringen. Damit leisten auch Pensionisten einen Beitrag zur laufenden Budgetsanierung. Die Vertreter der Pensionistenverbände hatten sich in den Gesprächen allerdings weiterhin für eine vollständige Abgeltung der Teuerung bei allen Pensionen ausgesprochen.