Zöchling, Gründer der Reforminitiative #zusammenstaerker, spricht von einer „Geisteshaltung des Kammer-Kaisers Walter Ruck“. Wer „aus Schloss Hernstein, Opernballlogen und Weinkellern heraus Posten an Familienmitglieder und Parteifreunde verschachert“, sei nicht in der Position, Leistungsträger derart zu verunglimpfen, so der Unternehmer.
Wirtschaftsvertreter greifen eigene Klientel an
Besonders empört zeigt sich Zöchling darüber, dass ausgerechnet die Interessenvertretung der Wirtschaft die eigene Klientel angreife. „Unternehmer, insbesondere Industrielle, kämpfen seit Jahren gegen eine zunehmend negative Wahrnehmung in der Gesellschaft. Dass ihnen ausgerechnet ihre eigene Interessenvertretung in den Rücken fällt, ist unfassbar“, sagt er.
„Rücktritt ist einzige Konsequenz“
Die Initiative #zusammenstaerker hatte bereits im Februar den Rücktritt Rucks verlangt. Die nun bekannt gewordenen Protokolle hätten die damaligen Vorwürfe jedoch nicht nur bestätigt, sondern „massiv verschärft“. Für Zöchling steht fest: „Wer so spricht und so handelt, schadet dem Wirtschaftsstandort doppelt. Ein Rücktritt ist die einzige Konsequenz.“ Gleichzeitig gehe es nicht nur um die Person Walter Ruck, sondern auch um die Frage, wie öffentliche Institutionen geführt würden. Mit einer Online-Petition ruft die Initiative nun Unternehmer und Bürger dazu auf, die Rücktrittsforderung gegen den Wirtschaftskammer-Präsidenten zu unterstützen.

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